VARIANTEN & DISZIPLINEN

Einsteiger Slacklines

Jede/r Einsteiger/in beginnt mit einer kurzen, 2,5 bis 5 Zentimeter breiten Slackline. Diese wird zwischen zwei Fixpunkte, meist Bäume, gespannt. Man braucht kein gutes Gleichgewicht zum Slacklinen, alle können es lernen! Die ersten Schritte scheinen unmöglich, mit den richtigen Tipps kommt man aber schnell voran.

Longline

Hugo Minnig läuft auf einer 190m Longline

Ab einer Länge von etwa 30 Metern spricht man von einer Longline. Je länger die Line, desto anspruchsvoller ist das Gehen, besonders auch, weil die Konzentrationsfähigkeit unter Dauerbelastung steht. Zur Verdeutlichung: Der Weltrekord im Longlinen liegt bei über 600 Metern – also weit über einem halben Kilometer auf einem dünnen Kunstfaserband. Bitte beachten Sie: In den letzten Jahren jagte ein Rekord den nächsten. Alle aktuellen Schweizerrekorde sind hier aufgelistet.

Highline

Benj Herren im Sonnenuntergang

Highlinen ist die Königsdisziplin des Slacklinens. Highlines sind in grosser Höhe, beispielsweise zwischen Felsen oder gar Berggipfeln angebracht. Hier ist nicht nur das Gleichgewicht von Bedeutung. Auch schwindelfreie Menschen kämpfen hier gegen ihre Instinkte an. Um sich gegen lebensgefährliche Stürze zu sichern, verdoppeln die Highliner das Band durch ein zweites System (Seil oder zweites Band - Redundanzprinzip) und befestigen sich selbst mittels Klettergurt und Sicherheitsseil (Leash) an einem Ring, der an beiden Systemen hängt. Man muss sich vorstellen: Der Highline-Weltrekord liegt bei knapp 500 Metern – und das in schwindelerregender Höhe.

Trickline/Jumpline

Der Schweizer Meister Robin Jacquat

Bei der Trickline/Jumpline wird eine zwischen 15 und 30 Meter lange Slackline straff gespannt. So erhält das Band trampolin-ähnliche Eigenschaften. Darauf springt man beispielsweise von den Füssen auf den Bauch, den Hintern, den Rücken und wieder zurück, und das in allen denkbaren Kombinationen und inklusive Salti und Schrauben. Seit mehreren Jahren gibt es die nationale Schweizermeisterschaft im Tricklinen/Jumplinen und Wettbewerbe auf der ganzen Welt.

Waterline

Laetitia Gonnon über dem Genfersee

Eine Slackline über Wasser bezeichnet man als Waterline. Dies ist besonders im Sommer sehr reizvoll. Wichtig ist, dass das Wasser überall tief genug ist, damit bei einem Fall kein Aufprallrisiko besteht. Das Gehen auf einer Waterline ist deutlich schwieriger als auf einer normalen Slackline, da das Wasser immer in Bewegung ist und die optischen Sinne dadurch verwirrt. Zum Vergleich: Der Weltrekord im Waterlinen liegt bei rund 350 Metern.

Rodeoline

Daniela Schmidt auf der Rodeoline

Die Rodeoline wird etwas höher befestigt (ab etwa zwei bis drei Metern) und so lose aufgehängt, dass sie fast bis zum Boden durchhängt. Solche Lines werden anders begangen, man läuft nicht von einem Ende zum andern, sondern bleibt eher in der Mitte des Bandes, schwingt hin und her und kann auch Akrobatik darauf machen. Sie eignen sich hervorragend zum Training und für Shows.

Speedline

Aron Andrijanic, Vize-Schweizer Meister im Speedlinen

Das Speedlinen, also die Begehung einer Slackline auf Zeit, ist eine eher untergeordnete, aber äusserst spektakuläre Disziplin. Seit mehreren Jahren finden vereinzelte Wettbewerbe statt, ab 2016 wird neu eine Schweizermeisterschaft im Speedlinen ausgeführt.